Durch Palliative Care wurde auch in Deutschland eine wichtige Versorgungsqualität in Pflege und Begleitung von schwerst- und sterbenskranken Menschen etabliert. „Palliative Care steht für die Einheit von medizinischer und pflegerischer Versorgung, spiritueller Begleitung, sozialer Verantwortung und ethischer Pflicht.“ Das Ziel von Palliative Care ist es, das Wohlbefinden des Patienten in dieser letzten Lebensphase möglichst lang zu erhalten bzw. zu verbessern.
Dies verlangt eine individuelle Pflege und Therapie, die den Menschen in seiner Ganzheit aufnimmt – mit seinen körperlichen Beschwerden, seinem seelischen Empfinden, seinem Bedürfnis nach Teilhabe und seiner spirituellen Orientierung. Darüber hinaus ist die Einbindung der Angehörigen sowie weiterer Netzwerkpartner in die Begleitung von Bedeutung. In den Rahmenvereinbarungen zum § 39a SGB V über Art und Umfang sowie zur Sicherung der Qualität der stationären Hospizversorgung wurde der Nachweis einer Qualifizierung für Pflegende in Palliative Care festgeschrieben. Die Weiterbildung ist nach dem Curriculum Palliative Care, Kern, Müller, Aurnhammer aufgebaut und entspricht den Rahmenbedingungen nach §39a SGB V, § 132 i. V. m. §37b SGB V.

Block I

  • Grundlagen und Entwicklung von Palliative Care und Hospizarbeit
  • Grundlagen der Schmerztherapie
  • Symptomkontrolle und Hilfen für die Behandlung
  • Psychosoziale Beratung und Begleitung von Patienten und Angehörigen
  • Kommunikation und Aspekte der Teamarbeit
  • Spiritualität, Lebensbilanz, Interkulturalität und Umgang mit existentiellen Fragestellungen
  • Umgang mit Verstorbenen
  • Abschiednehmen und Trauer
  • Stressmanagement und Bewältigungsstrategien

Block II

  • Palliative Care – Behandlungskonzept und Versorgungsstrukturen 
  • Wahrnehmung und Kommunikation
  • Das Ringen mit der Erkrankung
  • Die Begleitung der Angehörigen
  • Ethische Reflexion, juristische Fragen
  • Tod und dem Danach
  • Arbeiten im Team, Mediation